theMesh A place in the middle of the bridge to nowhere

16Jun/076

Heldenhafte Vögel?

X&Y - Gedanken schweigen nie.

X.: Schonmal sowas geschrieben, wenn dir dabei jemand über die Schulter sieht ?
Y.: Nein, noch nicht, aber was solls ?
X.: Weiß ich auch nicht.. wir haben lange nicht mehr gesprochen, oder ?
Y.: Das stimmt. Was also gibt es ?
X.: Unsere Welt wird von materialistischen Ansichten geprägt, und viele Leute sind damit beschäftigt, sich um ihre Güter zu kümmern.
Y.: Du meinst, sie sind zu materialistisch, und zu wenig idealistisch ?
X.: Ja, sie haben zu sehr, und sind zu wenig..
Y.: Die anderen sind da aber doch nicht dein Problem, oder ?
X.: Nein, das sind sie nicht, mein Problem ist eine Frage..
Y.: Nenne sie mir..
X.: Wer bin ich, wenn ich bin, was ich habe, und dann verliere, was ich habe ?
Y.: Du willst also deinen Antrieb in deinem sein haben, und nicht in deiner habe ?
X.: Ja. Ich will einen Weg finden, mein Leben in etwas hinein zu geben.
Y.: Das wäre dann dein Sinn ?
X.: Vieleicht.. Ich würde eher sagen Zweck. Ich würde einem selbst gewähltem Zweck folgen, damit.
Y.: Heldenhaft, ein wenig...
X.: So ähnlich, wie der Papagei.
Y.: Erzähl mir seine Geschichte doch noch einmal..
X.: Das werde ich:

Es war ein mal ein reicher Mann aus Indien,
der in den Dschungeln Afrikas auf Safari war.
Dort sah er viele schöne Papageien,
die wunderbar singen und sprechen konnten.
Nachdem er diese Vögel eine Weile bewundert hatte,
überkam es ihn, dass er einen von ihnen auch zuhause haben wollte.
Er fing also einen, nahm ihn mit nach Indien, und hielt ihn nun in einem Käfig.
Er war jede freie Minute an der Seite dieses Vogels, fütterte ihn,
tränkte ihn, unterhielt sich mit ihm.
Kurz - er kümmerte sich gut um ihn.
Eines Tages fragte er den Papageien dann,
wie es diesem gehe.
Er antwortete, es gehe ihm sehr gut,
er könne sich nicht beklagen,
nur würde er gerne seine Artgenossen in Afrika grüssen lassen,
dass diese ihn nicht zu sehr vermissen.
Darauf ging der Mann also nach Afrika,
und reiste durch das ganze Land und in jeden Dschungel.
Er grüßte jeden Papageien, und erzählte ihm die Geschichte von dem seinem zuhause.
Als der Mann bei der letzten Gruppe Papageien ankam,
die die Geschichte noch nicht kannten,
und sie diesen auch erzählte,
fing einer der Vögel an zu weinen,
sein Körper wurde schlaff,
er fiel von seinem Ast zu Boden,
und starb.
Wieder zuhause angekommen,
erzählte der Mann seinem Papageien auch von diesem einem Vogel.
Er nahm an, dass es sich um einen sehr nahestehenden Artgenossen halten musste,
und bedauerte das Schicksal dieses Exemplars.
Als er zu ende gesprochen hatte,
fing auch sein Vogel zuhause in dem Käfig an zu weinen,
sein Körper wurde schlaff,
er fiel auf den Boden seines Käfigs, und starb.
Der Mann nahm den toten Vogel aus seinem Käfig,
und brachte ihn nach draussen auf den Müll.
Als er ihn auf die Mülltonne legte,
sprang der Papagei auf, und flog in den nächsten Baum hinauf.
Der Mann fragte den Papageien darauf, warum dieser sich denn tot gestellt hatte,
und ihn belogen hatte, wenn es ihm im Käfig doch nie an etwas gefehlt hatte.
Der Papagei antwortete:
"Weil mir der eine Artgenosse eine wichtige Nachricht geschickt hat:
Du musst lernen, zu sterben, während du am Leben bist, um aus dem Käfig zu kommen."

Y.: Das wäre also ein Weg, herauszufinden, wie man sein Leben in etwas legt ?
X.: Vieleicht ist es das. Jedenfalls denke ich wieder nach..

Comments (6) Trackbacks (0)
  1. Jaja…der gute alte Papagei…

  2. Woher kommt eigentlich die Papageien-Geschichte?
    Ist die von dir?

  3. Klasse Geschichte.
    Du schreibst gern über x und y, oder?
    Aber…..da du für beide schreibst, für x und für y, …..
    kann es da sein das du ein wenig schizophren bist…..nur mal so als überlegung…..

    Alles liebe,
    Steffi

  4. Muss ein Autor shizophren sein, um einen Dialog zu schreiben?
    … Ich denke nicht …

  5. Die Geschichte vom Papageien hab ich das erste Mal in einem YouTube video auf englisch gehört..
    und weil sie gut zum aktuellem Gedankengut passte, ist sie jetzt hier gelandet..
    Ich schreibe gern über X & Y, das stimmt.
    Es scheint mir dann einfacher, die Gedanken aufzuschreiben,
    weil sie auch beim denken ähnlich hinterfragt werden,
    und sprunghaft sein können. Es ermöglicht ein einfacheres Bilden von Gegenpolen..
    Ausserdem gefällt es mir, wenn andere darüber nachdenken, ob ich schizopren sein könnte *evil* danke fürs lesen ;)

  6. Du bist doch der schizzo, dern hier alle suchen!
    Starke geschichte man!


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