theMesh A place in the middle of the bridge to nowhere

16Apr/082

Ein Brief von Mero

Irgendwas zu "20 Schritte Freiheit" von Alexander Kaschte,
gehört bei Youtube.

Wenn ich mich recht entsinne, kam Mero in Teil 2, vieleicht in 3 vor..
Weiß nicht ganz, was ich davon halten will,
aber irgendwie dachte ich, ich will es aufschreiben..


Kunst gleitet dahin, in den Händen eines Gladiators. Wie ein Blatt im Wind.

Mero, so nennen sie mich..
Sie konnten mich nie leiden,
denn ich war anders, als sie.
Ich war immer schon größer, stärker.
Sie nannten mich Monster, Bestie.
Ihre Anerkennung bekam ich erst,
als ich herausfand,
wie sicher sie sich fühlten,
wenn sie mich auf ihrer Seite wussten.
Ich tat für sie, was sie alleine nie konnten.
Ich war eine Waffe für sie.
Keiner konnte vor mir bestehen,
ich habe sie nie enttäuscht,
wenn ich für sie töten sollte.
Auch, wenn sie die kleineren "Probleme" alleine regelten,
für die größeren holten sie immer mich.
Ich war wie ein Gladiator.
In der Rüstung aus Stahl, die sie mir bauten,
mit ihren mechanischen Waffen,
betrat ich die Arena, unbesiegbar, erbarmungslos, tödlich.
So, wie sie mich immer wollten.
Als ich durch die Panzertür zu dem Gefangenem in die Halle kam,
wurde er sofort still. Man konnte seine Angst fast schmecken, so stark stank er danach.
Er war zwei Meter groß, stark, gut in Form.
Einer von den wenigen, die die Gittertüren mit ihrer Kraft sprengen konnten.
Er war vieleicht halb so groß wie ich, wich ans andere Ende der Halle zurück.
Der Wächter, der ihm nicht rechtzeitig entfliehen konnte, glitt aus seinen Händen zu boden.
Der von bloßer Muskelkraft zermatschte Kopf, wie er sich am Boden verteilte, halb Haufen, halb Lache.
Ich stand nach drei Schritten vor ihm, wie eine Feder nahm ich ihn an den Füßen vom Boden,
schleuderte ihn über meinem Kopf im Kreis.
Sein wimmern - aussichtsloser Lebenswille in meiner Hand.
Sein Kopf, der mit seinem Körper auf dem glattem Steinboden aufschlägt,
wieder herumgewirbelt wird, wieder aufschlägt.
Er ist Kunst, in meiner Hand - wie ein Blatt im Wind lasse ich ihn dahingleiten,
und er weiß nichteinmal, dass es allen Gladiatoren so geht - wir kämpfen alle, bis wir einmal verlieren.
Als er sich nicht mehr regte, bog ich seinen Körper zurück,
wie einen Presslufthammer versetzte ihn mein mechanisches Schwert den letzten Stoß,
durchbohrte ihn fein und sauber.
Bald würde er sich einreihen, in die Zahl derer,
die unter mir fielen. Glatt, präzise, geplant - ein Kunstwerk in meinen Händen.
Seine wertlosen Reste, die ich wegräumen sollte
- wie immer erledigten das andere für mich - freundlich, wie sie danach immer sein wollen.
Sie ehren mich wie einen Künstler, ich zeige ihnen Kraft, Macht, pure Energie,
doch nicht Zügellos, sondern wie eine Waffe in den Händen meiner Herren,
präzise, schnell, effektiv.
Als er ausbrach schrie er,
er erkämpfe sich nun seine Würde, seine Freiheit.
Er hatte dabei keinen Moment ein klares Ziel,
war immer mehr Chaos als Kunst.
Er starb nicht wie ein Krieger.
Er starb, wie eine Fliege.
Seine Ehre bekam er erst, als er von mir getötet wurde,
ein Privileg, dass nur wenige noch erhalten,
für den Moment, und jedes Mal auf ein neues,
Kunst in meinen Händen.

Comments (2) Trackbacks (0)
  1. oh ja,oh ja…meine schuld…es sooo klasse (*_*)

  2. Hmm… ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll… Hieß der “Künstler” nicht Nero? So hatte ich es verstanden… seltsam ist auch, dass Nero weiß, was in Lazarus (?) vorgeht… also, in Sachen Würde… Seltsam, Sici, genau wie die Story selber….


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