Ein kleines Gedicht: "Jagdfieber"
I
Nun stehen wir und Aug´ in Aug´
sehen uns erspähen uns; ich glaub
ich fühle es als eine Ewigkeit
doch die Angst verflog in jener Zeit
als Spannung trat an ihre Stell´
vor unser´m alles entscheidenden Duell
II
Stärker spannte ich die Sehne
noch dachte ich "ach, lauf!"
stärker spannte ich die Sehne
nahm auch die Niederlage hier in kauf
III
Den Pfeil entließ ich meiner Hand
"erfülle den Zweck zudem du entsandt!"
sagt ich ihm und ließ ihn zieh´n
"hattest doch genug Zeit zu flieh´n!"
einen Moment zischte er durch Luft und Laub
auf dass er des Feindes´Atem raub
IV
Letztlich fand er doch sein Ziel
durch des Schilfes´Widerstand
durch des Gegners´ Hautes Wand
beendet dieses grausige Spiel
in das des Menschen Spiel uns trieb
und von dem am Ende nur die Spannung blieb
Gedicht: Jan Ditz (30.6.08)
Idee: Daniel Runge
July 4th, 2008 - 14:58
Ich mag das Gedicht. Echt nett!