So leise? #7
Nebelkrähe stieß sich vom Boden ab,
kreiste kurz über der Lichtung,
und verschwand aus meinem Blickfeld.
So leise? #6
Mein Rückgrat schmerzte, ich lag verdreht auf dem Boden.
Über mir kann ich aus dem Augenwinkel die Tanne sehen,
unter der ich mich ausruhen wollte.
Seitwärts konnte ich die Lichtung sehen.
Es ist dunkler geworden, und zwischen den Bäumen kann ich Nebelschwaden sehen.
Bedeutungslose Unachtsamkeit
So leise? #5
Zögern konnten wir auch morgen.
Wir verschlangen es wie im Rausch.
Du hast deine Schnauze tief in das weiche Fleisch gegraben,
und mit deinen Zähnen große Stücke herausgerissen,
von denen ich mich nicht zu knapp bediente.
So leise? #4
Zuerst bemerke ich ein Pochen in meinem Schädel.
Da ist ein dumpfer Schmerz, hinter meinen Schläfen,
und er drückt auf meine Augen.
Ich glaube, es ist deine Stimme, die ich wispern höre.
In unsren Köpfen
Kein Gebirge, um das wir nicht irgendwie herum kommen würden,
keine Mauer, die nicht irgendwann zu ende wäre,
kein Fluss über den wir keine Brücke finden würden,
und keine Bahnhofsmauer, an der wir nicht klein und
zart das Wörtchen Hoffnung finden würden.
Wo sind die Grenzen, wenn nicht in unsren Köpfen?
So leise? #3
Du hast mich ertappt.
Durch das Feuer krabbelst du auf mich zu.
Du hast mich fast erreicht, und ich falle auf den Rücken.
So leise? #2
Ich schließe die Augen, und sehe dich.
NEIN - halt, ich sehe dich nicht.
Ich sehe deinen Schatten,
der Wunsch zeigt mir deine leere Hülle.