Z.F., der erste Held.
Du warst der erste Held.
Du warst nicht von den alten,
sondern jung und unerfahren wie ich.
Du hattest viel von dem, was ich sein wollte.
Du warst stark, in meinen Augen unbesiegbar,
und du würdest die deinen immer beschützen.
Du warst klug, und voller Ideen,
und du hast dein Wissen immer mit mir geteilt.
Du warst oft in meiner Nähe,
du warst ein Gefährte,
mit dem alles möglich war.
Wir hatten eigene, geheime Pläne,
besuchten geheime Orte,
und blickten unseren eigenen Gefahren ins Auge,
bis ich zu lernen begann, dass es auch für dich Hindernisse gab,
selbst, wenn sie dich nicht bremsen würden.
Ich erinnere mich daran, dir einmal weh getan zu haben,
weil ich dir etwas zu werfen wollte, und dich im Auge traf,
und für den Tag wurde meine Welt dunkel,
weil ich glaubte, dass du mir nicht vergeben könntest.
Schon am nächstem Tag war nicht mehr wichtig,
aber die Erinnerung blieb, genau wie viele andere.
Du warst der erste Held, und deine Heldenzeit war voll von Glanz,
bis ein langer, sanfter Schatten zu mir kam,
und mir, mich in den Armen haltend,
verriet, dass ich gehen müsste,
und dich nicht mehr sehen würde.
Dein Tod war lang und qualvoll in meinen Augen,
und ich wusste nie ob du ihn bemerktest.
Ich konnte lange Zeit nicht verstehen,
warum du deine Zeit mit mir verbracht hast,
wenn ich doch von dem, was an dir so besonders war,
so wenig an mir finden konnte.
Die natürliche Antwort,
dass es eben die Unterschiede waren,
kam von selbst, als ich mehr Platz hatte.
In meinem Kopf wohnst du immernoch in der Straße meiner ersten Kindheit,
obwohl ich weiß, dass du längst umgezogen bist,
und wir uns zwischendurch zuerst noch besucht haben.
Es gab immer mehr, was wir ohne einander erlebten,
während wir uns immer fremder wurden.
Heute bist du ein Mensch, und ich denke manchmal noch an dich,
dann sind deine Fußspuren warm, und ich kann sehen, wo wir waren,
bevor sie sich in einer weiten Fläche verlieren.
December 1st, 2010 - 01:30
wer auch immer diese person ist, sie muss etwas ganz besonderes etwas wunderbares sein. etwas dass die träume der kindheit trägt und sie tief in deinem herzen verwurzelt…
es ist wieder einer dieser texte die so schön sind dass ich heulen könnte.